Luxusgüterindustrie lässt Internet als Verkaufsquelle häufig außer Acht

Obwohl die Verkäufe über Internet in nahezu jeder Branche boomen entscheiden sich viele Anbieter von Luxusgütern das Internet nicht als Verkaufskanal zu benutzen. Die meisten verfügen zwar über eine Website jedoch stellen sie lediglich Produktinformationen zur Verfügung aber bieten keine Verkaufsplattform an (lediglich 32 % betreiben einen Webshop).

In Zusammenarbeit mit Walpole führte das Forschungsinstitut Forrester eine Befragung bei britischen Anbietern aus der Luxusgüterindustrie durch, wobei 178 Einzelhändler und Fabrikanten für Premium- und Luxusgüter als auch 20 Manager von Luxusmarken interviewt wurden.

Die Befragung ergab, dass 36 % der Interviewten keinen Webshop einsetzten, da sie die Erfahrungen machten, dass ihre Kunden die Website lediglich benutzten für eine Informationsbeschaffung der Produkte und den Marken. Letzten Endes würden die aufgesuchten Artikel offline gekauft werden. 32 % der Befragten fanden, dass der Online Verkaufskanal nicht in ihre Marken- und Verkaufsstrategien passt. Lediglich 2 % gab an dass sie jemals einen Webshop betrieben haben, jedoch damit erfolglos blieben.

Das Institut Forrester kommt zu dem Entschluss dass diese Anbieter sich eine gewaltige Chance entgehen lassen, zumal sich gerade ihre Zielgruppe täglich im Internet aufhält und regelmäßig auch Onlinekäufe bei Luxusgütern tätigen.

Die Anbieter, die sich in der eCommerce-Welt mit dem Verkauf von Luxusgütern über Internet durchsetzen konnten, verzeichnen beachtliche Gewinne. Der durchschnittliche Online Umsatz macht jährlich 12 % vom Gesamtumsatz aus. Für dieses Jahr wird ein Prozentsatz von durchschnittlich 17 erwartet und für die kommenden fünf Jahre selbst 111.

Quelle: http://www.marketingonline.nl, 3. Juni 2008