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Passgenaue Profile bei der ersten Karrieremesse an der TU Dortmund

TU-Begegnungszentrum

Dortmund. Nicht nur beide Seiten - die ausländischen Hochschüler und die heimischen Firmen - profitieren von einer internationalen Karrieremesse, die gestern erstmals auf dem Campus ausgerichtet wurde. Auch die Stadt profitiere, wenn Akademiker in Dortmund gehalten werden können.

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Für Absolventen war die erste internationale Karrieremesse im neuen Internationalen Begegnungszentrum eine Chance, sich vorzustellen und zwanglos - ohne Vorstellungsdruck - informieren zu können. „Wir haben bereits Kontakt mit einem Ukrainer aufgenommen“, berichtete mittags Dolezych-Mitarbeiter Alexander Kroska. „Die Mentalität der Menschen vor Ort zu kennen ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Kroska.

Er bestätigte die Angabe von IHK-Geschäftsführer Reinhard Schulz, dass der Fachkräftemangel immer drängender werde. Die großen Firmen kämen damit professionell klar. Aber für den Mittelstand sei es wichtig, dass Interessenten auf einer Jobmesse auf die freien Stellen heimischer Betriebe aufmerksam gemacht würden. Deshalb seien zur Premiere der Karrieremesse auf Anhieb 15 Firmen aus der Region gefunden worden.

Eine von ihnen ist der Lüner IT-Anbieter Softlution. „Wir suchen dringend Fachkräfte“, berichtete Geschäftsführer Stefan Herold. „Wir haben große Probleme, Fachkräfte zu finden.“ Besonders bei deutschen Bewerbern stelle er massive Englisch-Defizite fest. Da hätten ausländische Bewerber klar die Nase vorn.

„Aus über 30 verschiedenen Ländern kommen die Messegäste, die meisten aus China, Kamerun, Iran und Indien“, berichtete TU-Rektorin Prof. Ursula Gather. „Ein Großteil von ihnen studiert technische oder naturwissenschaftliche Fächer an der TU.“ 12 Prozent der Hochschüler kommen aus fernen Ländern. Die Kandidaten seien zuvor angeschrieben und auf die Karrieremesse aufmerksam gemacht worden.

Für den Vorsitzenden der Freundegesellschaft der TU, Prof. Bodo Weidlich, ist es wichtig, dass das neue Internationale Begegnungszentrum, das in Deutschland ziemlich einmalig sei und zum Jubiläum der Freundegesellschaft gebaut wurde, sinnvoll mit Leben gefüllt wird. IHK-Chef Reinhard Schulz sagte zu, im nächsten Jahr bei der Karrieremesse wieder dabei zu sein.

Dortmund, 30.06.2011, Gerald Nill, www.derwesten.de

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